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Meine «Wiederentdeckung» von Sharm el-Sheikh

Rebecca Saner
29. Dezember 2025

Reisebericht von Rebecca Saner, TUI Studienreise 03. – 07.11.2025

Sharm el-Sheikh erlebt gerade ein Revival auf dem Schweizer Reisemarkt. Die Bade-, Tauch- und Schnorcheldestination im Süden des Sinai in Ägypten war früher für mich schon immer die Alternative zu Hurghada und Marsa Alam für Gäste, die auch gerne mal ihren Hotelkomplex verlassen wollten, um Shoppen zu gehen oder das Nachtleben in Old Town oder in der Gegend um die Naama Bay zu erleben. So musste es auch nicht immer ein All Inklusiv Hotel sein, da es um die Naama Bay, wie auch in Old Town viele Restaurants und Verpflegungsmöglichkeiten gab. Und so habe ich mich sehr gefreut, dass ich nun die Chance bekommen habe, selbst nach Sharm el Sheik zu fliegen und auf einer von TUI organisierten Studienreise ganz viele Hotels persönlich anschauen zu können

Auf nach Ägypten

Am 03.11.2025 um 10 Uhr morgens ging es los. Mit einem von EDELWEISS AIR durchgeführten Dreieck-Flug via Luxor flog ich nach Sharm el-Sheikh. Beim Landanflug auf Luxor immer mal wieder einen Blick auf den Nil erhaschen zu können, war schon sehr eindrücklich. Nach knapp 30 Minuten am Boden und weiteren 30 Minuten in der Luft dann endlich die Ankunft am neuen Flughafen in Sharm el-Sheikh. Der Flughafen ist einem grossen Beduinenzelt nachempfunden und die ganzen Sicherheitskontrollen werden sehr gross geschrieben und ernst genommen. Und wenn man im Sinai bleibt, also keinen Ausflug zum Beispiel nach Kairo geplant hat, dann wird als Schweizer Bürger kein Einreisevisum benötigt.

Schon beim Einreiseprozedere wurden wir von unserem lokalen deutschsprachigen Reiseführer Mo, Mohammad, sehr herzlich begrüsst und mit ihm zusammen fuhren wir zu unserer Unterkunft für die nächsten 4 Nächte, ins Rixos Premium Seagate.

Rixos Premium Seagate

Das Rixos Premium Seagate ist eine sehr weitläufige Anlage direkt am Sandstrand, mit einer grossen, in Palmen eingebetteten Poolandschaft. Bei Ebbe zieht sich das Meer sehr schnell zurück, aber im Premium Seagate gibt es den längsten Steg von ganz Ägypten. Fast einen ganzen Kilometer läuft man (oder lässt sich im Golfcaddy chauffieren) bis ans Ende, wo der Einstieg über einem Korallenriff möglich ist. So ziemlich in der Mitte des Stegs ist dann ein «Pool» abgesteckt, wo man herrlich «bädele» oder einfach im warmen Wasser etwas tümpeln kann.

Wie viele dieser grossen Anlagen, gibt es einen First Row- und einen Second Row Bereich, also eine erste Linie direkt am Strand und eine dahinter. Diese ist hier getrennt durch die Hauptstrasse, aber verbunden durch einen Tunnel.

Beim Premium Seagate ist der Second Row Bereich das absolute Familienparadies. Die Familienzimmer sind dort etwas grösser, der ganze Poolbereich ist ein Traum und für die etwas grösseren Kindern gibt es einen grosszügigen Wasserpark und abends dann auch einen Luna Park.

Und immer wieder kann man sich mit den Golfcaddies von einer Anlage zur Anderen chauffieren lassen und von allen 9Pools, 12 Restaurants, Kinderclubs, Spa’s oder Gym’s (entweder im Innneren oder dann Outdoor am Strand ) profitieren. Nach einem ersten Abendessen mit ganz vielen ägyptischen Köstlichkeiten und der ersten Nacht im Sinai, sind wir dann am nächsten Morgen zu den ersten Hotelbesichtigungen abgeholt worden.

Swissotel Sharm El Sheikh

Der Anfang machte das Swissotel Sharm El Sheikh, managed by Rixos Auch hier sind es wieder zwei Resort in 1. und 2. Reihe. Die 1. Reihe ist Adults only und in der 2. Reihe findet man dafür dann wieder einen tollen Wasserpark, grosszügige Familienzimmer und den Kinderclub. Allerdings ist der Strandabschnitt an der Naama Bay mit einer Strandlänge von 100m sehr klein und für eine Anlage mit insgesamt 590 Zimmern sehr überlaufen. Für Familien, die nicht unbedingt ins Meer möchten, spielt das dann sicher keine grosse Rolle, aber ich als Strandliebhaberin wäre dort nicht glücklich.

Rixos Radamis Sharm el Sheikh

Ich habe schon sehr viele Hotels gesehen, aber sowas wie das Rixos Radamis Sharm El Sheikh noch nie. Direkt nach Ankunft wurden wir von Samira, unserer Betreuung von RIXOS an einen grossen Schaukasten gebeten in dem die ganze Anlage im Kleinformat ausgestellt war.

Ich habe nicht mal den ganzen Plan aufs Foto bekommen, oben Rechts fehlt noch der Teil mit dem Vergnügungspark à la Europapark und einem gigantischen Wasserpark. Dieser Teil ist noch im Bau, wie auch noch zwei der Hotelflügel. Wenn dann mal alles fertig ist, stehen hier 3000 Zimmer ( inklusive der Villen ), 16 Restaurants, etliche Pools, Bars, Shops und und und den Gästen zur Verfügung. Was bereits schon rege genützt wird ist ein riesiger Kinderbereich, in denen die Kleinsten auch gärtnern, kochen, spielen, basteln, klettern, schwimmen und sich vergnügen können.

Dann ist das Radamis auch sehr stolz auf seine Arena mit 9000 Stehplätzen, in der in diesem Jahr schon zwei grosse Konzerte mit internationalen Stars stattgefunden haben. Und als Besonderheit schlängelt sich eine lange Lagune durch die Anlage, in welcher man in einer Gondeln schippern kann.

Rixos Sharm El Sheikh Adults Only

Nach dieser Sinnesüberreizung des Rixos Radamis Sharm El Sheikh fuhren wir dann zum letzten Hotel an diesem Tag, ins Rixos Sharm El Sheikh Adults Only. Dies ist das älteste Rixos Hotel in Sharm mit Eröffnung im 2012 und letzter Komplettrenovierung im 2022. Wiederum besticht auch diese Rixos Anlage mit einer spektakulären Poollandschaft mit insgesamt 7 Pools und dem Hauptrestaurant und den diversen à la Carte Restaurants die bei allen Rixos die gleichen sind. Hier wurden wir nach der Besichtigung und der Sunset Party ins Spezialitätenrestaurant SALT eingeladen und einmal mehr, diese Küchenchefs verstehen ihr Handwerk.

Iberotel Palace (Adults only)

Das Iberotel Palace ist schon etwas älter und die Zimmer für die einen in der Gruppe «in die Jahre» gekommen, aber für mich total in Ordnung und zweckmässig mit allem ausgestattet was es so braucht.

Es ist mit 263 Zimmern endlich mal eine überschaubare Anlage mit einem tollen Pool an einem schönen Strandabschnitt bei dem auch baden möglich ist. Es gibt 2 Hauptrestaurants und da das eine direkt an der Strandpromenade liegt, kann man somit auch mit Meerblick frühstücken. Das Hausriff ist ca. 5Km entfernt und mit einem Shuttleboot zu erreichen.

Weitere Pro’s für mich sind: Alle Zimmer sind aufs Meer ausgerichtet, dann liegt es in Old Town, also zu Fuss ist man innerhalb kürzester Zeit mittendrin und die beiden Manager die uns durchs Haus geführt haben sind so unglaublich herzlich und bemüht, so dass ich überzeugt bin, dass im Iberotel Palace alles gemacht wird, damit der Gast sich wirklich wohl fühlt und seine Ferien in vollen Zügen geniessen kann.

Negativ fand ich einmal mehr die permanente Musikbeschallung am Strand. Aber ausser im Steigenberger war das bei allen Hotels der Fall.

Schnorchelausflug & Old Town

Gerne möchte ich von unserem Schnorchelausflug und von dem Weg dorthin erzählen. Unser Mo hat uns die Geschichte des Sinai, die Kultur der Berber und auch vieles über Sharm el Sheik bei jeder sich bietenden Möglichkeit nähergebracht. Und so verflog die Zeit zwischen Punkt A und Punkt B immer ganz schnell und es war sehr informativ was er alles zu erzählen wusste.

Nach Ankunft dann am Hafen, Entgegenahme von Schnorchel und Flossen, ist unsere Gruppe an Board der «Christina» zum Ras Muhammad Nationalpark gefahren. Die Zeit auf dem Meer, das unglaubliche Blau des Wassers und die Ruhe waren wunderschön. Bis man dann an der Ankerstelle ankommt, an der bereits 6 andere Schiffe liegen und sich Touri-Gruppen wie bei Stadtführungen um ihren Guide drängeln, damit man ja nichts verpasst oder verloren geht.

Nur… hier befindet man sich ja im Wasser… beziehungsweise treibt dank der Rettungsweste mit der Strömung mit und hält den Kopf zwecks Schnorcheln unter Wasser. Der Guide, welcher Situationsbedingt keinen Stock mit Fähnchen mit sich führen kann, ersetzt dieses akustisch mit einem «Team Christina, staying here… Team Christiiiiina, looking here, ChristinaChristinaChristna, don’t swim away!». Nach einer gefühlten Ewigkeit und der inneren Dankbarkeit von keiner Flosse getroffen worden zu sein, sind wir wieder auf unsere Christina geklettert.

Mein Fazit.. bei jedem der Hotels hat es entweder einen Steg bis zum Riff oder die Möglichkeit eines Shuttels. Also nur wegen dem Schnorcheln muss man sich solch einen Ausflug nicht antun.

Nach der Rückkehr und dem Abendessen im Rixos Premium Seagate sind wir an diesem Abend nochmals nach Old Town gefahren und in eine Bar, die hauptsächlich von Locals genutzt wird.

Arabische Musik, Shisha’s, alkoholfreie Cocktails, Decken am Strand und den Sternenhimmel inklusive Sternschnuppe über uns… es war ein sehr schöner Abschluss von diesem spannenden Tag.

TUI BLUE Sensatori Coral Sea

Das TUI BLUE Sensatori Coral Sea ist eine etwas ältere Anlage und ausserhalb des Hotels nichts Schönes. Aber durch die Übernahme von TUI BLUE ist es toll renoviert worden.

Es hat auch ein wunderbares, über den Steg erreichbares Hausriff und es gibt auch hier ein Adults Only Bereich. Also wenn das TUI BLUE Sensatori Coral Sea, dann nur Adults only. Sie haben einen eigenen Strandabschnitt der im arabischen Stil gestaltet ist. Das Hotel liegt an einer Promenade die über 3 Hotels reicht und in der Mitte gibt es dann auch eine kleine Shoppingmall.

TUI MAGIC LIFE Redsina Sharm El Sheikh

Eine weitere TUI eigene Marke und ein Garant für harmonische Familienferien, das TUI MAGIC LIFE Redsina Sharm el Sheikh. Das Hotel wurde im 2024 von TUI MAGIC LIFE übernommen und leicht renoviert. Seit dem 01.11.2025 ist es nun wieder eröffnet und spiegelt alles wofür TUI MAGIG LIFE steht.

Auch hier gingen die Meinungen in der Gruppe auseinander. Für die einen war das Hauptrestaurant zu überfüllt, zu laut, dass Essen nicht warm genug. Aber mir hats gefallen. Man kann draussen Essen und es gibt auch in diesem MAGIC LIFE 3 Themen – à la Carte Restaurants, einen Kids und Teensclub. Viel Unterhaltung wenn man es möchte und doch auch ruhige Ecken, wenn man dem Trubel mal entgehen will. Der Wasserpark ist auch etwas abseits, also auch hier "wer will der kann, muss aber nicht".

Reef Oasis Blue Bay Resort & Spa

Als letztes Hotel am heutigen Tag stand noch das Reef Oasis Blue Bay Resort & Spa auf dem Programm. Auch hier, ein älteres Hotel, eröffnet 2007 und hier haben es meiner Meinung nach die Zimmer wirklich nötig zum renoviert werden. Aber ansonsten, es ist alles vorhanden was man braucht und wirklich oft ist man in diesem Hotel bestimmt nicht in einem des 698 Zimmer.

Das Hotel liegt auf einer Klippe mit spektakulärem Blick aufs Meer. Der Strand kann dann auch entweder zur Fuss oder per Lift erreicht werden. Auch hier führt ein Steg über die vorgelagerten Korallenbänke zu einem möglichen Einstieg. Wiederum haben die Gäste hier die Qual der Wahl zwischen 5 Pools: Infinity, Adults Only, Relaxing und, und, und… und für die kleineren oder Junggebliebenen steht ein Wasserpark im hinteren Teil der Anlage zur Verfügung. Und genauso kann man es kulinarisch variieren lassen. Bei 5 Restaurants kommt sicher keine Langeweile auf.

Abstecher in die Wüste

Danach wurden wir von 2 Jeeps abgeholt und los ging es in Richtung Wüste. Unser Fahrer war bestimmt mal bei der Rallye Dakar dabei, so voller Freude wie er mit uns über den sandigen Wüstenboden geschossen ist. Aber es hat Spass gemacht und der Fotostopp-Platz den er für uns ausgesucht hat, war wirklich grandios.

Weiter ging es dann zum typischen «Beduinenzelt-Stadt für Touris» mit Kamelritt, einem landestypischen Essen und der dazugehörenden Shows… ach ja und am Schluss der Blick durch ein Teleskop zu den Sternen und Planeten.

Auch hier gingen die Meinungen der Gruppe auseinander. Ja, es ist sehr touristisch und hat etwas von einer Massenveranstaltung. Aber die ehemaligen Beduinen geben sich richtig Mühe und es ist auf jeden Fall eine schöne Abwechslung zu den Hotelshows.

Schon steht die Heimreise bevor – wie schnell die Zeit doch vergeht. Am Nachmittag, auf dem Weg zum Flughafen, war jedoch noch Zeit für einen letzten Hotelbesuch. Nun ist der richtige Moment gekommen, um den Fokus auf das Steigenberger Alcazar zu legen.

Steigenberger Alcazar

Zum Schluss erzähle ich noch von Steigenberger Alcazar, das für mich persönlich das absolute Highlight war und in dem ich mich selbst schon am Strand liegen sehe. Das Steigenberger Alcazar zählt zu den letzten Hotels von Sharm el Sheikh in Richtung Dahab und liegt entsprechend ruhig. Es ist im maurischen Stil erbaut und wurde im 2017 eröffnet.

Das Hotel verfügt über 584 Zimmer, aber im Gegensatz zu ähnlich grossen Hotels wirkt es überschaulicher, heimeliger und nicht so überreizt. Bereits der Eingangsbereich ist wunderschön gestaltet und es finden sich überall kleine Wohlfühlzonen. Im hinteren Teil befindet sich ein Adults Only Bereich mit Spa & GYM und Tennisplatz. Aber es hat auch im vorderen Bereich in Strandnähe einen Adults Only Pool. Währenddessen der Kidsclub mit einer grosszügigen Pool in der Mitte der Anlage angelegt ist. Es hat 7 Restaurants, welche alle im All Inklusive inbegriffen sind. Der Privatstrand ist kieseliger und nicht so sandig, aber endlich einmal ein Strand, an dem man mit Musik nicht Dauerberieselt wird, sondern einfach auch nur mal den Wellen lauschen kann. Auch hier führt ein langer Steg aufs Meer hinaus, von dessen Ende man dann direkt über dem Riff einsteigen kann und bestimmt genauso viele schöne Fische bewundern kann, wie auf einer Schnorcheltour.

Das Steigenberger Alcazar ist kein Adults Only Hotel. Aber hier fehlt der ansonsten schier obligatorische Wasserpark. Und die Swimm-Up-Zimmer sind mit einer Hecke geschützt und bieten so recht grosse Privatsphäre.

Somit passt für mich diese Anlage auch für Gäste, die im Prinzip Adults only bevorzugen. Das Einzige was mich wirklich gestört hat: Mit Ausnahme des Mineralwassers sind alle Getränke in der Minibar kostenpflichtig. Die Minibar gehört für mich zu einem All Inklusive Concept einfach dazu.

Somit, mein Favorit und das Hotel das mich bestimmt noch einmal in diesem Leben wiedersehen wird, ist das Steigenberger Alcazar.

Sharm el-Sheikh ist definitive eine Reise wert.

Was die Sicherheit und die Verpflegung angeht, ist zu erwähnen, dass man bei In jedem Hotel zunächst eine Sicherheitskontrolle durchläuft, was insgesamt ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich habe während der gesamten Reise problemlos Getränke mit Eis konsumiert und selbst nach dem einfachen Kantinenessen im Hotel Pickalbatros keinerlei Bauchbeschwerden gehabt. Generell kann man in den Hotels sehr gut essen – besonders in jenen Häusern, in denen wir zum Essen eingeladen waren, war die Qualität durchwegs überzeugend.

Für mich ist es eine Destination für Ferienhungrige die gerne schnorcheln oder auch tauchen, gerne etwas Unterhaltung haben, Gym und Spa’s schätzen, sich auch in grösseren Anlagen wohl fühlen, es geniessen im November nach knapp 5 Flugstunden noch Sonne pur bei 30 Grad zu haben und einfach für eine kurze Zeit sich in der ägyptischen Welt verwöhnen lassen möchten.

Somit: إلى اللقاء في شرم الشيخ, eure Rebecca

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