
Die Seychellen – ein Reiseziel, das sofort Bilder von weißen Stränden, türkisfarbenem Wasser und tropischer Natur weckt. Doch was diese Inselwelt wirklich besonders macht, sind die vielen kleinen Erlebnisse dazwischen. Ich habe drei der insgesamt 115 Inseln erkundet – und schnell gemerkt: Die Seychellen sind weit mehr als nur Postkartenmotive.
Anreise mit Stil
Schon die Reise begann entspannt: Der Flug mit Condor in der Business Class machte den langen Weg angenehm. Großzügige Sitze, guter Service und ein ruhiger Start in die Ferien – so beginnt eine Reise, wie sie sein sollte. Der Umweg über Frankfurt lohnt sich dabei durchaus, denn preislich kann er im Vergleich zum Direktflug ab Zürich attraktiv sein.
Praslin – Natur und Gelassenheit
Mit einem kleinen Propellerflugzeug ging es weiter auf die Insel Praslin, wo ich die ersten Tage verbrachte – eine Insel, die sofort entschleunigt. Mein Zuhause war das charmante Paradise Sun Hotel, direkt am traumhaften Strand Côte d’Or gelegen – unkompliziert, herzlich und ideal, um anzukommen.
Ein absolutes Highlight war der Besuch des Vallée de Mai, einem UNESCO-geschützten Nationalpark. Hier wächst die legendäre Coco de Mer, umgeben von dichtem, fast mystischem Urwald. Beim Spaziergang fühlt man sich wie in einer anderen Welt.
Natürlich durfte auch der berühmte Strand Anse Lazio nicht fehlen. Feiner Sand, markante Granitfelsen und kristallklares Wasser – ein Ort, der selbst hohe Erwartungen übertrifft.
Als Taucher zog es mich auch unter Wasser: farbenfrohe Korallengärten, eine beeindruckende Fischvielfalt sowie Begegnungen mit Weissspitzen-Riffhaien und Schildkröten machten die Tauchgänge unvergesslich.
Besonders spannend: Praslin lässt sich wunderbar mit dem öffentlichen Bus erkunden – einfach, authentisch und eine ideale Möglichkeit, das lokale Leben kennenzulernen.
Gut zu wissen: Beim Inlandflug sind 23 kg Aufgabegepäck und 5 kg Handgepäck erlaubt. Beim Handgepäck wird aufgrund der kleinen Flugzeuge streng kontrolliert. Übergepäck kann teuer werden, und es kann vorkommen, dass Koffer erst mit einem späteren Flug nachkommen – Badebekleidung gehört also unbedingt ins Handgepäck. Alternativ bietet sich die Fähre an, wobei während des Südost-Monsuns mit stärkerem Seegang zu rechnen ist.






La Digue – entschleunigt unterwegs
Weiter ging es mit der Fähre nach La Digue – für mich die entspannteste Insel der Seychellen. Hier bewegt man sich am besten mit dem Fahrrad.
Ich wohnte im Casa de Leela, einer einfachen, charmanten Unterkunft mit Bungalows und Apartments. Das Frühstück war klein, aber sehr gut – die Küche habe ich jedoch kaum genutzt, denn die Restaurants auf der Insel sind definitiv einen Besuch wert.
Die Strände sind spektakulär: Granitfelsen, Palmen und türkisfarbenes Wasser prägen das Bild. Orte wie Anse Source d'Argent zählen zu den meistfotografierten Stränden der Welt. Auch wenn das Wetter bei meinem Besuch teilweise regnerisch war, hat mich besonders Anse Patates begeistert.
Wichtig zu wissen: So traumhaft die Strände sind, eignen sich viele nur eingeschränkt zum Baden. Strömungen, Korallen und Wellen machen das Schwimmen nicht überall einfach. Dafür sind sie perfekt zum Entdecken, Fotografieren und Geniessen.
Ein echtes Highlight: Mit dem Fahrrad die Insel erkunden, spontan anhalten und beispielsweise an der Anse Severe in einer Strandbar eine frische Kokosnuss oder einen Cocktail geniessen – genau solche Momente bleiben in Erinnerung.






Mahé – Vielfalt und Entdeckungen
Zum Abschluss führte mich die Reise auf die Hauptinsel Mahé. Übernachtet habe ich im stilvollen STORY Seychelles in Beau Vallon – eine perfekte Kombination aus Komfort, grosszügiger Anlage und schöner Strandlage.
Mit dem Mietwagen lässt sich Mahé ideal entdecken. Die Strassen führen durch grüne Hügel, vorbei an kleinen Dörfern und eröffnen immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Küste.
Ein Abstecher in die Hauptstadt Victoria zeigt eine ganz andere Seite der Seychellen: klein, lebendig und mit kolonialem Charme. Märkte, bunte Häuser und der kleine „Big Ben“ verleihen der Stadt ihren besonderen Charakter.
Auch die Strände auf Mahé sind beeindruckend: vom lebhaften Beau Vallon bis zu naturbelassenen Buchten wie Anse Intendance oder Anse Marie Louise.
Doch besonders faszinierend ist das Inselinnere: Dichte Vegetation, steile Hügel und kurvenreiche Strassen führen durch tropischen Regenwald und bieten immer wieder spektakuläre Ausblicke.
Wichtig: Beim Autofahren gilt Linksverkehr, und die Strassen sind teilweise schmal – insbesondere bei entgegenkommenden Bussen ist Vorsicht geboten.








Fazit
Die Seychellen sind weit mehr als nur Traumstrände. Es ist die Mischung aus Natur, Ruhe, kleinen Abenteuern und authentischen Erlebnissen, die diese Reise so besonders macht.
Ob mit dem Bus auf Praslin, dem Fahrrad auf La Digue oder dem Mietwagen auf Mahé – jede Insel hat ihren eigenen Rhythmus. Und genau darin liegt der Reiz: Die Seychellen entdeckt man nicht im Schnelldurchlauf, sondern Schritt für Schritt, Insel für Insel. Ich bin begeistert – und komme wieder
👉 Möchten Sie auf die Seychellen reisen? Chantal Platzgummer und Simon Felix haben die Seychellen persönlich bereist und beraten Sie gerne aus erster Hand.